
Die Idee, Menschen zu finden, mit denen wir uns gemeinsam über gelesene Bücher austauschen können, entstand bei Martina und mir vor einem Jahr. Inzwischen gibt es den Literaturkreis. Wir treffen uns mit 6 – 8 Teilnehmenden ein Mal im Monat in einem Café. Ab und zu erreichen uns weiterhin Anfragen, darum hier einige Tipps, wie Interessierte einen eigenen Lesekreis oder Buchclub gründen können.
Unsere Gruppe (Treffen Nähe Geteviertel) ist auch noch offen für neue Lesebegeisterte (post@bremerfreizeit.de).
Tipps zur Gründung
Um Interessierte für einen Lesekreis zu finden, eignet sich eine Anzeige im Weser Kurier (so haben wir es gemacht und zusätzlich auf unserem Blog geworben). Eine andere Möglichkeit ist in bestehende Lesekreise einzusteigen oder im Freundes/Bekanntenkreis zu fragen.
Beim ersten Treffen:
- Ähnliche Interessen feststellen, in dem für das erste Treffen schon ein Buch genannt wird, über das gesprochen werden könnte.
Wir haben zwei Bücher vorgestellt, die aktuell im Gespräch waren und uns anschließend mit den Teilnehmenden abgestimmt. - Es sollte am Anfang eine grundsätzliche Abstimmung erfolgen, ob eher aktuelle Bücher, die dann auch teurer sind, besprochen werden sollen oder nur Bücher, die schon als Taschenbuch erschienen sind oder eher Klassiker.
- Buchvorschläge können entweder gemeinsam gesammelt werden oder eine Person stellt beim nächsten Treffen eine Auswahl (2 – 3 Titel) vor. So kommt jede mal an die Reihe.
- Eine gute Gruppengröße sind 4 bis 10 Teilnehmende. Auch wenn Termine gemeinsam vereinbart wurden, ist dies keine Garantie, dass auch alle daran teilnehmen können.
- Termine, die regelmäßig, z. B.. jeden ersten Wochentag im Monat, stattfinden, haben den Vorteil, dass sie sich gut einprägen. Manchmal passt diese Regel (vor oder nach Feiertagen) nicht, darum sollte immer der nächste Termin am Ende des Treffens noch einmal abgestimmt werden.
- Als Ort für die ersten Treffen ist ein Café oder ein Raum bei einer Kirche gut geeignet.
Auf der Seite www.mein-literaturkreis.de stellen sich bestehende Lesekreise vor. Außerdem gibt es Buchtipps, die sich für die Besprechung in einer Runde eignen, und vieles mehr.
Verlage bieten Materialien für Lesekreise
Viele Verlage haben sich auf das Interesse von Lesekreisen eingestellt und bieten für den Einstieg in Buchbesprechungen ergänzende Materialien an. Das erinnert ein wenig an die klassischen Aufgabenzettel aus der Schulzeit, kann aber gerade für den Start in eine neue Gruppe sehr hilfreich sein.
Hier ein Überblick über die Angebote der Verlage:
- Piper Verlag: Der Verlag bietet Lesekreis-Materialien mit Buchempfehlungen, Diskussionsfragen und Tipps für Literaturkreise an.
www.piper.de
Zum Beispiel zu Wir dachten das Leben kommt noch, Elisabeth Sandmann
Es werden Hintergrundinformationen zu Churchills Geheimagentinnen der SOE (Special Operations Executive) gegeben, deren Rolle zentrales Thema in dem Roman sind. - Hanser Literaturverlage: Es gibt Begleitmaterialien zu Büchern, die sich gut für Diskussionen eignen. www.hanser-literaturverlage.de.
Zum Beispiel zu Unerwünschte Töchter, Miriam Farbe
Vom Layout ansprechend gestaltete Materialien geben eine Übersicht zu den Personen und bieten Fragen zur Diskussion z. B. welche Sichtweisen sich hinter den im Roman behandelten vier Generationen verbergen. - Suhrkamp Verlag: Der Verlag stellt vielfältiges Material für Buchclubs bereit, darunter kurze Zusammenfassungen, Diskussionsfragen und Hintergrundinformationen.
Zum Beispiel zu Die Lebensentscheidung, Robert Menasse
www.suhrkamp.de - dtv Verlag: Der Verlag bietet eine Übersicht zu Lesekreismaterialien zu Titeln wie Die dunkle Seite der Liebe von Rafik Schami (Fragen und erläuternder Text von Rafik Schami) oder Das wirkliche Leben von Adeline Dieudonné. www.dtv.de.
- Rowohlt Verlag: Der Verlag bietet Diskussionsleitfäden, Interviews und Vorlagen für Buchclubs an. www.rowohlt.de.
Zum Beispiel zu Alle meine Mütter, Lena Gorelik
Im Begleitmaterial geht es um das Festhalten eigener Leseerfahrung, eine Zusammenstellung von Fragen und Themenfeldern sowie ein Interview mit der Autorin. - Dörlemann Verlag: Der Verlag stellt Materialien zu ausgewählten Titeln bereit, um den Einstieg in die Diskussion zu erleichtern.
doerlemann.ch - Diogenes Verlag: Der Verlag hat ein eigenes Portal für Lesekreise, auf dem Zusatzmaterial zu ausgewählten Büchern verfügbar ist. In erster Linie wird eine Auswahl von Büchern vorgestellt, die für einen Lesekreis empfehlenswert sind.
www.diogenes.ch www.mein-literaturkreis.de - DuMont Buchverlag: Vom Verlag werden Bücher aufgelistet, die sich besonders für Buchclubs eignen und zum Diskutieren einladen.
www.dumont-buchverlag.de








